GIPSON
† 28.09.2009

gipson

Irgendwie kommt es mir in der letzten Zeit vor, als würde ich nur Nachrufe in diesem Blog verfassen. Wie dem auch sei …

Nachdem Fender überfahren wurde und Peavey abgehauen ist, sind wir nun endgültig kinderlos. Gestern nachmittag rief mich meine Schwester völlig aufgelöst an, und sagte mir, dass Gipson unter einem ihrer Sträucher liegt und sich total komisch verhält. Ich hatte sie gebeten, ihn zum Tierarzt zu bringen, wohin ich mich gleich direkt auf den Weg gemacht hatte.

Als ich dort ankam, bot sich mir ein trauriges Bild: der Kleine konnte fast nicht mehr atmen, war total schwach. Die Ärztin meinte, dass er Flüssigkeit in der Lunge hat, komplett untertemperiert ist und außerdem fast keine roten Blutkörperchen mehr hat.

Sie hat als Behandlung eine Infusion angelegt und ihn zum Aufwärmen auf eine Wärmematte gelegt, jedoch hatte sie gesagt, dass sie die Lunge auf jeden Fall punktieren muss, um ihm das Atmen zu erleichtern, und dann weitere Schritte einleiten wird.

Zwei Stunden später rief sie mich nochmals an, und sagte, dass Gipson gestorben ist. Ich bat sie um eine Autopsie – das Ergebnis habe ich vor einigen Minuten erfahren.

Gipson litt (vermutlich von Geburt an) an Katzenleukose, etwas, dass bei uns Menschen als Leukämie bekannt ist. Da möchte ich sagen, dass ich froh bin, dass er es jetzt hinter sich hat…

Obwohl selbstverständlich ein Teil meines Herzens mit dem Kleinen gestorben ist …

SCHEISS 2009, SCHEISS 2009, SCHEISS 2009!!!

Dies ist ein offizieller Antrag, das Jahr 2009 aus dem Kalender zu streichen! Werft sämtliche Entwürfe für die Zukunft, die noch im diesem Jahr stattfinden sollen, weg; es wird ja doch nichts draus!

Nicht nur, dass in meinem Bekannten- und Familienkreis die Leute wie die Fliegen wegsterben, haut einem das Wetter auch noch so richtig eins auf die Pauke! Ich mein, ganz ehrlich: kanns mal bitte einen Tag geben, an dem es nicht aus Kübeln schüttet? Ich würde doch zu gerne einmal einen Tag lang Sonne haben – nur einen, bitte!!!

Wie man hört, ist Michael Jackson heute Nacht unerwartet verstorben. Er war ein großer Musiker, der mit seinen Hits die Herzen vieler Menschen erreichte.

Er ruhe in Frieden.

Ich spiele schon seit mehreren Jahren mit dem Gedanken, so etwas wie ein Buch zu schreiben. Das steht offenbar auf meiner ungeschriebenen „Liste zu erledigen bevor ich sterbe“ ziemlich weit oben. So, direkt unter „einen Baum pflanzen“  :)

Egal, auf jeden Fall raufe ich schon seit einiger Zeit damit.

Woran es scheitert? Nicht an den Ideen oder an der Kunst des Rechtschreibens – nein. Zumeist an der Software …

Ich bin komischerweise etwas heikel, was die Software betrifft, mit der ich schreibe. Klar, ob ein Buch ein Bestseller wird oder nicht, liegt sicher nicht daran, mit welcher Software es geschrieben wurde – allerdings fühle ich mich im richtigen Tool einfach wohler.

… war das jetzt einigermaßen verständlich? Denke nicht, oder?

Ich habe schon viel versucht; angefangen von Word, OpenOffice Writer bis zu fertigen Autorensuites a la Writer’s Cafe. Nichts dabei. Und jetzt … bin ich mittlerweile im richtigen Eck des Softwaredschungels angelangt.

Es klingt sowas von trivial, das ist mir klar, aber ich schreibe mein Buch nun einfach in „notepad.exe“. Das, was viel wichtiger ist, ist das, was mit dem Textfile passiert.

Es wird dann in LaTeX gesetzt. LaTeX ist eine strukturierte Formatierungssprache ähnlich HTML, die für lange Fließtexte perfekt geeignet ist. Und vor allem, sie ist in nicht ganz einer halben Stunde gelernt. Was man dafür benötigt ist schlicht und ergreifend:

  • Ein Texteditor
  • LaTeX zum Kompilieren
  • evtl. GhostScript zum Betrachten des Postscript-Files
  • Acrobat Reader oder ein ähnliches Produkt, das PDF-Dateien öffnen kann

Tja, so wenig Schnickschnack wie möglich – man kann sich auf den Text konzentrieren. Das Setzen mit LaTeX kann direkt beim Schreiben passieren oder erst bei oder nach der Überarbeitung. Dann lässt man es kompilieren und kann es direkt als PDF ausdrucken.

Ich fühle mich  momentan echt komisch. Wenn man mich fragt, ob ich das Gefühl in Worte fassen kann, dann muss ich zweifelsohne mit „JA“ antworten: Mit mir wurde Schluss gemacht.

Der, vielleicht für den einen oder anderen Fan durchausnachvollziehbare Grund ist, dass ich am Wochenende das letzte Buch von Wolfgang Hohlbeins „Hexer-Zyklus“ zugeklappt habe.

Ich bin kein schneller Leser, das muss ich zugeben. Im Gegensatz zu Sandra, die in der Woche drei Bücher (variierend in Punkto Seitenzahl und Schriftgröße) liest, brauchte ich für diese schlappen 5600 Seiten des „Hexer-Zyklus“ gerade mal 8 kurze Monate…

Sicher, das resultierte aus mehreren Faktoren:

  • ich lese nicht nur jede zweite Zeile, um mit dem Buch so schnell als möglich fertig zu werden
  • ich lese nur Abends im Bett, sehr selten auch nachmittags
  • wenn ich abends im Bett lese, dann nur, um nach höchsten zehn Seiten einzupennen (und das liegt nicht am Buch)

Dementsprechend war ich auch am Boden zerstört, als ich den letzten Teil am Sonntag zurück ins Regal gestellt habe – wohlgemerkt, ein wenig vor den Kopf gestoßen. Nach 5600 Seiten ist das Ende derartig offen, dass ich glatt nochmals bei Amazon geguckt habe, ob ich nicht doch einen Teil übersehen habe. Leider wurde ich enttäuscht – den Rest muss man sich wohl oder übel denken.

Egal – nachdem ich mir bereits im Klaren bin, auf welchem Mythos der gute Herr Hohlbein seine Bücher stützt, habe ich mir danach bei Amazon die Grundlagen dafür beschafft. Die gesammelten Werke von Howard Philips Lovecraft und seinem Cthulhu-Mythos.

Wenn Katholiken auf eine Demo gehen, sind sie dann Protestanten?

Der Verstand sagt es ist Erlösung, auch wenn das Herz blutet.

In stillem Gedenken an

Ilse Reitbauer

* 25.08.1947
† 06.05.2009


Zwar kann ich nicht unbedingt behaupten, dass der Verlust meiner Mutter mich unerwartet trifft; trotzdem ist es ein schwerer Schlag für mich und meine Familie. Und selbst, wenn man sich wieder und wieder einredet, dass es für sie das Beste war, dass es für sie nur die Erlösung von einem schweren Leiden war, das sie tapfer ertragen hat – es hinterlässt eine tiefe Wunde in unseren Herzen.

Mama, ich will, dass du weißt, dass ich dich immer lieb haben werde … pass bitte gut auf uns auf.

Nachdem meine Süße und ich beschlossen haben, dass ein Auto für zwei Personen auf Dauer einfach zu viel Stress bedeutet, haben wir gestern wieder Zuwachs bekommen.

Ich darf also seit gestern das folgende Goldstück mein Eigen nennen:

- Renault Clio B Ph. 1
- Baujahr: 1999
- 70.000 km
- 1.6L, 90 PS
- ABS, Klima, Servo, etc.

Geplant ist das Teil als Daily Driver, deshalb wird nur dezent geschraubt.

- Andere Rad/Reifenkombination (geplant sind 195/45R15 auf Mehrspeichenfelgen)
- Scheibentönung
- Die Radio-Boxenkombi bekommt etwas „Tuning“.
- Andere Scheinwerfer (entweder die vom Sport dieser Generation oder sonst Angel Eyes)

Seit ich hier an der Fachhochschule arbeite, ist mir viel witziges widerfahren. Selbstverständlich gibt es auch Situationen, in denen man sich denkt: Träume ich das alles eigentlich?

Ein gutes Beispiel bieten hier unsere Austausch-Studierenden. Jedes Jahr empfängt unsere Fachhochschule ca. 200 Studierende aus aller Herren Länder, die für ein Semester (manche auch länger) bei uns studieren. Ja, es gibt sogar welche, die ihrer Fachhochschule den gestreckten Mittelfinger zeigen, um ihr Studium bei uns abzuschließen. Vor allem in letzter Zeit ist das vermehrt der Fall.

Nun zu meinem Problem damit:
Einmal pro Semester veranstaltet die Abteilung „Internationales“ hier auf der Fachhochschule eine Orientierungswoche für derzeit anwesende (und künftige) Austausch-Studierende.

Selbstverständlich ist hier neben einem Deutschkurs auch eine Einführung in unsere IT-Infrastruktur geplant. Der glückliche Mitarbeiter der IT-Abteilung, der sich das antun darf, bin in den letzten beiden Semestern ich gewesen. Und was sich einem da für technische Wunder auftun, ist wirklich nicht von schlechten Eltern.

Bei dieser Einführung gibt es zwei Termine. Im ersten Termin werden die Benutzerkonten ausgehändigt, die Anmeldung am Computer und die Arbeit mit den Netzlaufwerken, etc. erklärt. Der zweite Termin, der weitaus gemeiner ist (und bei dem ich immer dabei bin), dreht sich um Wireless LAN und VPN. Jeder Austausch-Studierende, der daran interessiert ist, mit seinem privaten Notenbook ins Netzwerk zu kommen, wird gebeten, sich auch diesen Termin vorzumerken.

Letztes Mal waren es an die 100 Studierende, die auf zwei Gruppen in zwei gegenüberliegenden EDV-Labors untergebracht waren. Meine Warnung im Vorhinein, dass der WLAN-AccessPoint eine derartige Anzahl an gleichzeitigen Verbindungsversuchen nicht verkraften wird, wurde natürlich gekonnt ignoriert. Ich dachte mir nur, Ihr werdet es schon sehen. Und genau so kam es. Nach den ersten 50 Verbindungen war Schluss. Der AccessPoint machte Feierabend.

Alles nicht so schlimm – man gibt den Studierenden eben nur die Anweisung, wie sie die Verbindung einrichten. Beim nächsten Versuch klappt es dann bestimmt.

Leider sind nicht alle Studierenden so EDV-versiert, was man dann als EDV-Betreuer (der eigentlich nur still daneben sitzen und die Hand heben sollte, falls der Vortragende Quatsch redet) buchstäblich am eigenen Leib zu spüren bekommt.

Es hat nicht lange gedauert, und wir sind auf das nächste Problem gestoßen: Wie kriegen wir die Installationsdateien des VPN-Clients auf die Notebooks, wenn das WLAN nur IP-Adressen vergibt, und sonst nichts? Auch kein Problem – ein guter EDV-Mitarbeiter hat immer einen USB-Stick dabei (nur heute nicht *grmpf*).

Aber einer der Studierenden hatte Gott sei Dank einen dabei – also ging ich zum Vortragenden-PC, kopierte die Setup-Dateien und das WLAN-Profil für Studierende auf den USB-Stick und reichte ihn dem ersten Studierenden.

… MacBook … obwohl von uns explizit Windows gefordert wurde. Der Studierende sah mich nur mit fragendem Blick an und deutete auf das Display seines MacBooks. Heureka, ein neues mit Intel-Prozessor. Und sogar Windows XP drauf – ich verstehe aber trotzdem kein Wort. Die Betriebssystemsprache ist Vietnamesisch und der Typ kann nicht gescheit Englisch.

Wir haben beschlossen, diese Aufgabe künftig neuen EDV-Mitarbeitern als „Feuerprobe“ (oder Aufnahmetest) aufzutragen:

Versuchen Sie, einem Austauschsstudierenden mit Handzeichen zu erklären, wie er den Cisco VPN Client auf einem MacBook Air mit Windows XP und vietnamesischer Betriebssystemsprache installiert.

Ich habe mich übrigens entschlossen, keinerlei Statements zum Amoklauf in Deutschland auf das Blog zu posten – gibt schon genug Weltenverbesserer …

just my 2 cents

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