Da staunt man nicht schlecht. Während seit dem Auftauchen von „Bullet For My Valentine“ die Emos (Emo? wass’n das? Guckst du HIER) endlich aus ihrem Trübsal blasen herausfinden und ans Tageslicht kommen (zwar nur mit einem Auge aber ist doch schon mal ein Anfang), bringen Sonic Syndicate mit „Only Inhuman“ (Erscheinungsjahr war 2007 – ich bin halt etwas langsam… )  mal endlich ein bisschen frischen Wind in dieses ach so traurige Nu-Metal-Subgenre.

Ich persönlich bin ja weniger für diesen Metal-Stil, da er mir eindeutig zu suizidgefährdete Auren verbreitet. Da muss man ja wirklich Angst haben, dass man die 500 Meter zur nächsten Ampel noch übersteht, ohne sich aus lauter Traurigkeit die Pulsadern aufzuschneiden, sollte man wirklich mal etwas lautere Töne dieser Stilrichtung im Autoradio haben.

Ganz anders sind Sonic Syndicate. Die Jungs und das zugegebenermaßen echt leckere Mädel am Bass (Schatz, wenn du das liest: Verzeih mir) machen zwar optisch einem echten Emo nichts vor, sind aber musikalisch in einer ganz anderen Richtung unterwegs. Der Stil erinnert etwas an „Bullet For My Valentine“, jedoch ist auch eine Parallele zu großen Death-Metal-Veteranen wie „In Flames“ nicht zu verleugnen. Melodisch, knallhart und gut durchdachte Lyrics machen das Album zu einem Genuss für die Ohren.

Einziger Minus-Punkt: Eine Coverversion des russischen Lesbenduos „T.A.T.U.“ ist auch mit dabei. Die Umsetzung ist top, die Quelle echt flop.