Selbstkritisches


Ich habe mich übrigens entschlossen, keinerlei Statements zum Amoklauf in Deutschland auf das Blog zu posten – gibt schon genug Weltenverbesserer …

just my 2 cents

Hallo Leute!

Ich weiß, ich bin momentan etwas nachlässig im Schreiben, aber ich hoffe, dass das nur so eine Phase ist. Ich komme daheim so gut wie gar nicht mehr dazu, ins Internet zu gehen, und in der Firma macht man sowas doch einfach nicht … egal. Ich hoffe jedenfalls, dass sich mein Redefluss in der nächsten Zeit wieder etwas steigert.

Das will ich. Trotz meines ausgeprägten Sinnes für ein gemütliches Zuhause erwische ich mich wieder und wieder, wie ich in Tagträumen von Weltreisen und fremden Orten auf diesem Planeten untergehe. Wenn mich der Alltag zu sehr plagt, gibt es nichts Schöneres, als einfach mal raus in die freie Natur. Orte sehen, an denen ich noch nie war. Ganz hoch, auf dem Gipfel des Mount Everest den kalten Wind im Gesicht spüren, oder irgendwo auf den Bahamas die Füße ins warme Meerwasser halten. Egal was – Hauptsache weg von hier und dem erdrückenden Alltag.

Sandra ist mir in dieser Hinsicht eine gute Stütze – denn ihr geht es genauso. Hin und wieder will auch sie mal die Welt sehen. Allerdings ist es ihr lieber, wenn die Orte, an die ich sie entführen will, per Schiff oder Zug erreichbar sind. Sandra fliegt nicht gerne. Mir hingegen machen Flugzeuge Spaß. Es gibt für mich nichts schöneres, als auf der Rollbahn zu stehen, und auf den Take-Off zu warten. Das Gefühl, die G-Kräfte zu spüren, wenn das Flugzeug beschleunigt, weckt das Kind in mir, das immer schon mal in einem Formel-1-Wagen auf der Rennstrecke seine Runden drehen wollte.

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dass das Bier, das ich gerade getrunken habe (selbstverständlich auf nüchternen Magen) sich gerade langsam in meinen Hirnwindungen ausbreitet. Verdammt – ich sollte entweder mehr trinken oder es einfach lassen, mir bei diesen Temperaturen und ohne was zu essen eine kalte Blonde reinzuziehen. Aber was solls. Ich habe mir das heute schon den ganzen Tag über vorgenommen.

Und mittlerweile verweigert auch die Zigarette ihren Dienst und fällt einfach vom Aschenbecher …

Oder ist es vielleicht gar nicht das Bier? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht sind es wirklich nur die Temperaturen, und die Tatsache, dass ich U R L A U B brauche! Ich habe leider den Fehler gemacht und keinen Sommerurlaub beantragt, da der jährliche Urlaub auf Rab bis vor kurzem noch gestrichen war. Kann ja keiner wissen, dass ich mir dann doch noch ein 10-Mann-Zelt kaufe, und mit Freunden runter fahre.

Mittlerweile ist es 17:00 Uhr – und ich weiß noch immer nichts mit mir anzufangen …

Ich kann nur sagen, ich hab’s geschafft. Seit ca. drei Monaten wohnen Sandra und ich nun in unseren eigenen vier Wänden. Doch was dieser Gedanke, allein diese Vorstellung schon für Ängste in mir wach rief, ich kann es kaum in Worte fassen. Aber ich muss auch mal erwachsen werden. Schon der Kerl beim Eheseminar hat gesagt, wenn es Zeit zum Tauschen der Eheringe ist, dann ist es auch Zeit, die Milchflasche abzugeben und die Windelhose auszuziehen. Natürlich ist das ein schweres Unterfangen, wenn man 25 Jahre im „Hotel Mama“ gewohnt hat, und einem alles zum Arsch hingetragen wurde. Ich habe es mir ehrlichgesagt auch schlimmer vorgestellt, auf eigenen Füßen zu stehen. Das viele Geld, das ich bis dato nicht gebraucht habe, die Amtswege, die ich nicht zu erledigen hatte, weil es mich eigentlich nichts anging. All das muss ich jetzt erst lernen. Aber es geht ganz leicht von der Hand.

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